Neue Helden braucht das Land

Dies sind zwei Bilder, die uns in den letzten Tagen wohl alle rührten. Diese Fotos zeigen Onkel Jesse mit seiner zuckersüßen Nichte. Sie wollte ins Kino und Cinderella schauen, traute sich aber nicht verkleidet zu gehen. 


Die Reaktion ihres Onkels könnt ihr auf den Fotos sehen! Und es ist wohl die einzig richtige Reaktion. Es ist richtig zu sein, wie ihr seid und euch darin zu unterstützen, das ist genauso richtig. Bitte ändert euch nicht. Bitte bleibt einfach ihr selbst.


Ich weiß selber wie schwer das ist. Ich selbst passe wohl auch nicht in das perfekte Bild der jungen Frau von heute. Von diesem Idealbild trennen mich auch bestimmt noch 30 kg. Aber das macht nichts. - ich bin okay wie ich bin. 


Oft fällt mir in der Jugendarbeit auf, dass ihr unsicher seid. Gerade wenn es um das Thema "schwimmen gehen" oder gemeinsam Sport treiben ist. Du bist vielleicht nicht der Schnellste, und Du bist vielleicht nicht die Dünnste, aber das bist doch Du und Du bist nicht weniger wert. 

Wo sind die Helden?

Der Held meiner Kindheit war mein Papa. Groß - Stark - Schlau - Selbstbewusst - und er hat mich lieb!

Er war einfach größer als ich, was als laufender Meter damals nicht schwer war; er konnte mich hochheben; er hat alle meine Fragen beantwortet; er hat auch mal gemeckert, wenn sich jemand vorgedrängelt hatte und ich hatte immer das Gefühl ein offenes Ohr bei ihm zu finden.


Das Wichtigste, was er mir beigebracht hat ist aber, dass JEDER es wert ist, ihn kennen zu lernen. Es ist egal, was Du schon über diese Person gehört hast oder was für Kleidung er trägt. Es ist auch egal welche Nationalität im Ausweis steht oder welche Religion er hat. Lerne ihn kennen. Gib ihm eine Chance. 


Als mein Bruder Gitarre lernen wollte, kannte ich jemanden, der es ihm beibringen konnte. Meine Eltern schluckten beide, als sie ihn zum ersten Mal sahen. Groß, schlank, abgerockte Jeans, t-Shirt, Boots mit Nieten, eine Lederjacke mit diversen Aufnähern, eine einseitig kahl-rasierte Frisur und ein Hut, der erahnen ließ, dass die andere Kopfhälfte mit etwas Kinn-langem Haar geschmückt wurde. Dieser junge Mann, war vielleicht nicht der perfekte Schwiegersohn, aber er hatte die Ruhe, die mein quirliger kleiner Bruder brauchte.


Also wo sind die Helden, die sich trauen?

Die, die sich trauen anders zu sein?

Die, die sich trauen mal laut zu singen, im Wald auf Bäume zu Klettern -

Wo sind die großen Kinder?


Wo ist das Kind in Dir? - und wo ist das Kind in mir?


Mir hilft es manchmal, wenn ich mich alleine fühle und irgendwie anders, an folgenden Satz zu denken:

Hätte Gott mich anders gewollt, hätte er mich anders gemacht. 

Jeder hat Dinge an sich, die Dich so einzigartig machen - jeder hat Dinge an sich oder trägt sie in sich, die ihn wertvoll machen und auf die man Stolz sein darf!

Jas

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